Welche Golfschläger sollte ich mir leihen?

Damit Sie sich diese Frage beantworten können, haben wir einige wichtige Eigenschaften eines Golfschlägers erklärt und aufgelistet. Es gibt wirklich viel zu beachten aber wenn man einmal den passenden Schläger gefunden hat wird es umso leichter, sich im Urlaub Golfschläger zu mieten. Dementsprechend kann ein Leihset mit den falschen Eigenschaften Ihnen das Spiel zur Hölle machen. Schließlich ist das Spiel schon schwer genug um sich zusätzlich auch noch mit der falsch geliehenen Ausrüstung zu belasten.

Wir nennen Ihnen die wichtigsten Eigenschaften auf welche Sie beim Leihen Ihrer Golfschläger achten sollten.

Der Flex ist im Grunde genommen die Steifheit des Schaftes. Ein langsamer Schwung erfordert einen weichen Schaft, der durch seine Flexibilität während des Schwunges einen Peitscheneffekt erzeugt. Dadurch wird sich die Schlägerkopfgeschwindigkeit im Treffmoment erhöhen und so ein längerer Ball Flug unterstützt. Umso schneller die Schwunggeschwindigkeit desto steifer sollte der Schaft sein, da bei einem zu weichen Flex die Kontrolle über einen optimalen Treffmoment verloren geht.

Man unterscheidet folgende Flex Arten (wichtig für den richtigen Leihset)

  • „Ladies“ (L): Sehr weicher Schaft und kürzer als die folgenden Schäfte
  • „Senior“, auch „Light“ oder „Lite“ (M oder A): Weicher Schaft
  • „Regular“ (R): mittelsteifer Schaft
  • „Stiff“ (S): steifer Schaft
  • „Extra Stiff“ (X): sehr steifer Schaft

Entscheidend für die Flex Wahl ist alleine die Schlägerkopfgeschwindigkeit verantwortlich. Geschlecht und Alter sind keine Kriterien, den richtigen Schaft-Flex für das gemietete Golfset zu finden. So kann zum Beispiel eine sportliche Dame mit hoher Schlägerkopfgeschwindigkeit einen Regular Schaft spielen und ein älterer kleinerer Herr, mit weniger Schwungtempo, einen Damen Schaft optimal einsetzen.

Tipp:

Leihen Sie sich Golfschläger mit einem an Ihrer Schwunggeschwindigkeit angepassten Schaftflex. Gerade im Urlaub können Sie auch einmal einen weicheren Golfschlägersatz ausleihen um zu testen, wie Sie mit diesem gemieteten Material zurecht kommen. Im Laufe des Alters verändert sich die Flexart. Gerade Senioren oder groß gewachsenen Damen sollten Golfschläger leihen, die einen "Senior", Light (M oder A) Schaft als Leihset aufweisen.

Die Schaftlänge bezieht sich auf die Größe und die Ansprechhaltung des Golfers. Der Schläger Lie gibt den Winkel zwischen Schaft und Schlägersohle an. Dieser Lie kann flacher oder aufrechter gebogen werden. Beim Lie unterscheidet man zusätzlich zwischen einen dynamischen und dem statischen Lie. Während der statische Lie im Setup angepaßt wird, richtet sich der dynamische Lie nach den vertikalen und horizontalen Eintreffwinkel. Nach einem speziellen Verfahren und mehreren Test kann die optimale Länge und der ideale Schläger Lie angepaßt werden. Ein PGA Professional kann Sie beraten und Ihnen helfen, Ihren perfekten Schläger zu konzipieren.

Tipp:

Vereinfachte Regel zur Anmietung Ihrer richtigen Golfsets im Urlaub: Frauen und Männer, die sich ausserhalb der "Normgrößen " bewegen, sollten beim Mieten von Golfschlägern auf die entsprechend Länge des Schaftes achten. Tendieren Sie beim Mieten von Leihgolfschlägern eher zu etwas längeren Schlägern (1 inch) als zu kurze Golfschläger auszuleihen.

Graphit ist zwar teurer und empfindlicher als Stahl, bietet dafür aber einige Vorteile, auch für ausgeliehenes Golfschlägermaterial.

Mit einem Graphitschaft schlägt man etwas weiter als mit einem Stahlschaft, da er sich leichter beschleunigen läßt. Das kommt daher dass er weniger wiegt und sich sein Gewicht mehr auf den Schlägerkopf zentriert. Er ist zusätzlich armschonend, da die Vibrationen während des Schlags reduzierter sind.

Tipp:

Die meisten Damen und Herren sind deswegen mit Graphitschäften für ihr Golfschläger-Leihmaterial besser bedient. Spieler mit sehr hoher Schwunggeschwindigkeit sollten für ihr Leihset Stahlschäfte auswählen.

Ein Stahlschaft ist nur für sehr gute Spieler empfehlenswert. Stahlschäfte sind schwerer als Graphitschäfte außerdem gibt es Sie nur ab Schaft Stärke Regular und aufwärts. Die Schwunggeschwindigkeit muss hoch sein, damit dieser Schaft auch Sinn macht, da er eine höhere Verwindungsfestigkeit hat und nicht so sehr nachgibt wie ein Graphitschaft.

Tipp:

Deswegen wird er fast ausschließlich nur von Pros und Spielern mit sehr hohem Schwungtempo gewählt.

Legen Sie nicht zu viel Wert auf Lobeshymnen Ihres Bekanntenkreises für Ihr Golfschläger-Leihset. Es gibt ihn nicht, den Wunderschläger für alle. Was für den einen gut ist kann für den anderen zu großen Problemen führen. Das richtige Material zu finden und auszuleihen ist ein Prozess, den Sie durch Experten, PGA- Pro´s und Clubmaker mit Hilfe eines Schläger-Fittings beschleunigen können. Testen Sie viele Schlägertypen, welche für Sie in Frage kommen bevor Sie sich entscheiden. Gerade im Urlaub haben Sie dazu wunderbare Möglichkeiten, Golfschläger unterschiedlicher Herstellter auszuleihen und zu testen.

Tipp:

Die richtige Schlägermarke Ihres neuen Schlägers wird Ihr Spiel möglicherweise unterstützen. Aber vergessen Sie nicht die wichtigste Regel: „Übung macht den Meister.“

Neben Driver, Fairwayhölzer und Hybriden befinden sich auch die Eisen in der Golftasche. Die meisten Herrensets werden heute ab Eisen 5 und die Damensätze ab Eisen 6 verkauft, die dann durch die Hybriden und Fairwayhölzer individuell ergänzt werden.

Bei den Eisen unterscheidet man die gegossenen von den geschmiedeten Schlägerköpfen. Die Produktion der gegossenen Köpfe ist günstiger, da die Herstellung nicht so aufwendig ist. Der höhere Anschaffungspreis der geschmiedeten Schlägerköpfe, rechtfertigt sich nicht nur durch ein eleganteres Design, sondern auch durch höhere Rückmeldung bei Fehlschlägen. Außerdem kann ein Clubmaker den Lie und den Loft des Schlägers nachträglich bearbeiten und so das Eisen individuell auf den Spieler einstellen.

Bezüglich der Bauweise unterscheidet man zwischen Blades und Cavity Backs.

Cavity Back Eisen haben durch ihren Hohlraum (cavity) mehr Gewicht im Außenbereich und somit ein höheres Trägheitsmoment, was sie fehlerverzeihender als die Blades (auch Muscle Back genannt) macht. Bei mittig getroffenen Schlägen erreicht man mit Blades jedoch eine bessere Genauigkeit und Spieler mit höherem Abschlagwinkel erreichen durch den höheren Schwerpunkt eine flachere Flugbahn und somit mehr Weite. Klassische Blades sind optisch sehr angenehm anzusehen, haben aber einen recht kleinen Sweet Spot und sind daher schwierig zu spielen. Blades sind auch meist "forged" (geschmiedet), während die Cavity Back zum Großteil "cast" (in Guss- Technik) hergestellt werden.

Cavity Oversize Schlägerköpfe eignen sich am besten für Anfänger. Sie haben eine größere Schlagfläche und sind durch einen großen Sweetspot sehr fehlerverzeihend. Der größere Schlägerkopf gibt dem nicht geübten Spieler zusätzlich mehr Vertrauen beim Schlag.

Eisen 4 24°
Eisen 5 27°
Eisen 6 31°
Eisen 7 35°
Eisen 8 39°
Eisen 9 44°

Tipp:

Von Hersteller zu Hersteller unterscheiden sich das Golfschläger-Leihmaterial. In der Regel beginnen die Eisenschläger mit dem Eisen 5-SW. Es gibt aber auch Leihschläger (speziel bei den Damen), die erst mit Eisen 7 beginnen. Der Rest wir mit den Hölzern abgedeckt.

Fairwayhölzer sind Allrounder. Sie lassen sich vom Abschlag einsetzten, wenn der Driver zu lang oder zu riskant wäre um Vollgas zu geben.

Mit den Fairwayhölzern kann man lange Schläge machen und vor allem präzise. Wenn die Fahne noch weit entfernt ist, lassen sich die kleineren Hölzer auch sehr gut vom Fairway einsetzen.

Im Allgemeinen gelten die Fairwayhölzer als fehlerverzeihender als die langen Eisen, da Sie einen größeren Treffpunkt haben.

Gerne nehmen langsam schwingende Golfspieler statt dem Eisen 3 das Holz 5 und statt dem Eisen 4 das Holz 7.

Der Schlägerloft ist der gleiche wie bei den Eisen jedoch ist der Schaft länger und der Schlägerkopf größer, wodurch es sich einfacher und weiter schlagen lässt.

16° Holz 3 ersetzt das Eisen 1
19° Holz 4 ersetzt das Eisen 2
22° Holz 5 ersetzt das Eisen 3
25° Holz 7 ersetzt das Eisen 4
28° Holz 9 ersetzt das Eisen 5

Tipp:

Ihr Golfschläger-Leihmaterial sollte über den Driver, ein Fairwayholz und ein Hybrid/ Rescue-Golfschläger verfügen.

So heißen die ganz „kurzen“ Eisen mit Lofts von ca. 48° aufwärts, die für das kurze Spiel verwendet werden, hauptsächlich also für Schläge auf das Grün aus geringer Distanz. Weitest verbreitet sind das Pitching Wedge (PW), immer als kürzestes Eisen in einem Satz bereits enthalten, und das Sand- Wedge (SW), geeignet für Bunkerschläge auf das Grün oder Schläge aus hohem Rough.

Daneben gibt es vor allem das Gap Wedge, das mit ca. 52° die relativ große Lücke zwischen SW (ca. 56°) und PW (ca. 48°) schließt, und das Lobwedge mit ca. 60°, mit dem aus kurzer Distanz hohe Hindernisse überspielt werden können.

Je höher der Loft, desto kürzer die Schlagweite, desto steiler der Abflugwinkel und desto höher der Ballflug.

Neben dem Loft spielt bei Wedges der Bounce-Winkel eine zentrale Rolle. Er misst den Winkel zwischen Schlägersohle und Boden. Ein niedriger Bounce ist geeignet für Schläge vom Fairway, ein hoher Bounce für Schläge auf weichem Untergrund (Sand, Rough).

Gute Spieler schlagen ein Wedge mit vollem Schwung so, dass der Ball beim Auftreffen auf dem Grün kaum mehr rollt; sie benötigen beim Schlag auf das Grün jeweils den Schläger, der exakt zur Distanz und zum Schwung passt und haben deshalb i. d. R. drei, häufig sogar vier Wedges im Bag. Alle großen Hersteller haben eine für den Freizeitgolfer ausreichend große Auswahl an Wedges im Programm.

Die größte Vielfalt an Wedges mit hoher Zahl an Kombinationen von Loft und Bounce bieten Cleveland und die Marke Vokey von Titleist.

Pitching Wedge: 48°
Gap Wedge: 52°
Sand Wedge: 56°
Lob Wedge: 60°

Der wichtigste Schläger in Ihrem ausgeliehenen Golfbag überhaupt. An jedem Loch kommt er zum Einsatz, mit ihm werden ca. 40% aller Schläge ausgeführt. Auch mit den gemieteten Golfschlägern während der Ferien.

In der Regel beschäftigen sich Freizeitgolfer viel zu wenig mit dem Putt- Training. Wer gut putten kann wird viele Schläge auf der Runde sparen können. Der ambitionierte Golfer sollte durchaus nicht nur einen im Bag haben. Am besten sollte ein Putter in jeder Ecke eines Raumes mit ordentlichem Teppichboden griffbereit stehen. Zum Beispiel auf dem Flur, im Esszimmer, im Schlafzimmer, im Wohnzimmer und natürlich auch im Büro. Sie werden sich wundern, wer den Schläger alles in die Hand nehmen wird…

Beim Putter mieten zählt die Devise: Probieren geht über Studieren. Testen Sie so viele Putter wie es geht. Leihen oder mieten Sie Golfschläger-Sets mit unterschiedlichen Putterköpfen.

Soll es ein großer Schlägerkopf mit guter Zielhilfe sein oder lieber ein kleiner Puttkopf mit weichem Inlay? Lieber das traditionelle Balde, auch Mallet- Form mit Center- Schaft oder soll es ein Schaft mit L- Neck sein? Anhand der Bilder können Sie im Vorfeld schon beurteilen, ob das Golfschläger-Leihset Ihnen bezgl. des Putters zusagt oder nicht. Wenn nicht, leihen sie ein anderes Golfbag aus und testen den Putter Ihres Vertrauens.

Marktführer wie Odyssey (Callaway- Gruppe), Scotty Cameron (Titleist, Acushnet- Gruppe), Kramski Putter oder der Puttspezialist YES werden gerne auf der PGA- Tour gespielt. Hochkarätige Putter werden Sie i.d.R. bei Golfschlägermaterial zum Ausleihen nicht finden. Dennoch sind die Putterköpfte von Callaway (Odyssey) oder von Taylormade ausgezeichnetes Leihmaterial.

Letztendlich sollten Sie auf Ihr Gefühl hören. Geschmäcker sind unterschiedlich. Es ist wie der Kauf eines Schuhs. Sie müssen sich mit dem Schläger wohl fühlen, er muss Ihnen gut gefallen und zu Ihrem Putt-Still passen.

Tipp:

Egal welcher Putter sich im Leihset befindet: meist ist der Putter des Leihsets nicht Schuld am vorbeigeschobenen Putt.

Ein Hybrid Schläger ist eine Mischung zwischen Holz und Eisen.

Ein Hybrid-Schläger bietet einen Kompromiss zwischen der Länge eines Holzes und der Genauigkeit eines Eisens und wird von vielen Spielern als leichter spielbar eingestuft als ein Holz. Üblich sind Lofts von ca. 14° bis 35° bei einer Schaftlänge von ca. 37 bis 41 Zoll.

Lange Eisen und kürzere Hölzer werden von den Rescue Schlägern ersetzt. Die Schaftlänge, der Loft und der Lie ähneln eines dem entsprechenden Eisen. Die Bauform des Schlägerkopfes ist hingegen voluminöser und ähnelt mehr der eines Holzes.

Diese Schlägerart kommt häufig im Semi-Rough und auf dem Fairway zum Einsatz.

Wie bei allen anderen Schlägerarten gilt auch für die Hybriden: Die Numerierungen handhaben nicht alle Schlägerhersteller gleich: Ein Hybrid Nr. 3 hat z. B. bei TaylorMade 19°, bei Cleveland 22°. Achten Sie deshalb bitte jeweils auf die Angaben zum Loft (in Grad angegeben).

Seien Sie offen für neue Möglichkeiten. Gerade im Urlaub können Sie Golfschläger verschiedener Anbieter zum Testen ausleihen. Mieten Sie Golf-Leihmaterial eines anderen Herstellers, um Unterschiede erfahren zu können. Probieren Sie geliehene Golfsets mit unterschiedlichem Flex, bevorzugen Sie i.d.R. Graphiteschäfte und experimentieren Sie mit neuen Puttermodellen in Ihrem Leihset.

Im seltensten Fall liegt es am Leihmaterial, wenn die Bälle mit den geliehenen Golfschlägern nicht so fliegen, wie sie fliegen sollten....

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